Sehenswürdigkeiten in Bad Kreuznach

Sehenswürdigkeiten in Bad Kreuznach


Crucenia Thermen

Direkt am Ufer der Nahe im Herzen des denkmalgeschützten Kurviertels liegen die Crucenia Thermen. Die Gäste der Therme erhalten von der großzügigen Freiterrasse einen Blick auf das Flüsschen Nahe sowie auf die Weinberge des Kauzbergs. Seit 1817 ist Bad Kreuznach wegen seiner salzhaltigen Mineralquellen anerkanntes Heilbad. Bereits von Römern und Kelten wurde die Heilkraft der Bad Kreuznacher Sole nachweislich geschätzt. Aus einer Tiefbohrung im Salinental stammt die Sole der Kreuznacher Thermen. Die Thermen verfügen über zwei Innen sowie einem Außenbecken. Die Gäste erwartet hier mineralhaltiges, etwa 32 Grad warmes Thermalwasser. Eltern und Kinder können sich hier so richtig verwöhnen lassen. Positiv auf den gesamten Körper wirkt sich das Treibenlassen im warmen Thermalwasser aus. Den Kreislauf sowie den Stoffwechsel aktiviert ein 15 bis 20-minütiges Bad in dem Wasser, das eine Salzkonzentration von 1,5 Prozent aufweist. Nach dem Bad sollte man sich ein wenig Ruhe gönnen, die die verschiedenen Ruhebereichen der Crucenia Thermen gewährleisten. So laden zum Beispiel die Liegen auf der Sonnenterrasse zum kurzen oder langen Verweilen ein. Auch für aktiven Badespaß halten die Curcenia Thermen verschiedene Fitnessangebote bereit. So sorgen zum Beispiel Aqua-Power oder Aqua-Fitness für ein körperliches Wohlbefinden. Zusammen mit den Crucenia Thermen bietet die Schwimmschule Flip ein Mutter-Kind-Schwimmen sowie auch das Babyschwimmen an. Eine reichhaltige Auswahl von attraktiven Wohlfühlangeboten und Aqua-Fitness-Programmen finden die Besucher im Katalog der Crucenia Thermen. Hier können unter anderem Anti-Aging-Anwendungen sowie Massagen oder Wellnessbäder gebucht werden. Die Crucenia Thermen bieten ihren Besuchern aller Altersgruppen familienfreundliche Öffnungszeiten und garantieren Fitness, Entspannung und natürlich viel Spaß.


Museum für Puppentheaterkultur

Im Rittergut Bangert wird die Gruppe der Museen seit April 2005 durch das Museum für Puppentheaterkultur, kurz auch PuK genannt, bereichert. Dem Museum für Puppentheaterkultur ist eine Werkstatt angeschlossen und es verfügt über einen eigenen Theaterraum, in dem regelmäßig Aufführungen stattfinden. Das am 23. April 2005 eröffnete Museum beherbergt unter anderem die umfangreiche Sammlung von Karl-Heinz Rother. Die Welt des Figurentheaters wird als Dauerausstellung auf einer Ausstellungsfläche von 850 Quadratmeter gezeigt. Hier wird die Bandbreite des Figurentheaters des 20. Jahrhunderts in Deutschland sowie die verschiedenen Spielformen von Puppentheatern in aller Welt ausgestellt. Wie sich das Puppentheater von der volkstümlichen Unterhaltung zu einer eigenständigen Theatergattung sowie zum TV-Puppentheater entwickelte wird hier anschaulich dargestellt. Außerdem gibt es jährlich zusätzlich Sonderausstellungen. Zu Astrid Lindgren und dem Lebenswerk von Professor Albrecht Roser zum Beispiel erfolgte im Jahr 2008 eine Sonderausstellung. Dauerhaft hier zu Hause sind zahlreiche bedeutende Vertreter des Puppentheaters. Der originale Hohnsteiner Kasper und sein Freund Seppl, das Hänneschen Theater aus Köln sowie das funktionstüchtige Fliwatüüt, den älteren Besuchern noch gut bekannt aus „Robbi, Tobbi und das Fliwatüüt“, dürfen da natürlich nicht fehlen. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art wird von jeher sowohl kleinen als auch großen Besuchern durch das PuK geboten. In vielfältiger Gestalt begegnen den Liebhabern von Puppentheatern hier die Theaterfiguren. Auf 850 Quadratmeter Ausstellungsfläche erwartet die Besucher eine faszinierende Puppentheaterwelt. Neben geschnitzten Holzköpfen und filigranen Schattenfiguren sind auch höllische Furien zu sehen. Ein lebendiges Museum erwartet die Besucher. Hier können sie das Handwerk des Puppenbaus sowie ein Jahrhundert Puppenspieleralltag kennenlernen.


Heilig Kreuz Kirche

Im Stil der Neugotik wurde nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker die Heilig Kreuz Kirche 1895-1897 gebaut. Die Innenausstattung, die sich ebenfalls nach den Entwürfen des Architekten Becker richtete, wurde bis 1921 ausgeführt. Um weitere Skulpturen wurde die Ausstattung von 1921 bis 1936 ergänzt. Die Kirche hatte nach Kriegsende schwere Schäden erlitten. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1947 und 1949. Der Anbau einer Sakristei sowie die Einrichtung der Krankenkapelle erfolgten 1963. Die Kirche wurde zwischen 1969 und 1972 von außen renoviert. Eine Sanierung der Innenausstattung wurde letztmalig 2006 durchgeführt. Da hierbei Schäden an der Turmbalustrade festgestellt wurden, musste in den Jahren 2009-2010 eine weitere Außensanierung der Kirche erfolgen. Die Kirche wurde als dreischiffige Hallenkirche mit einem breiten, jedoch kurzen Querhaus sowie schmalen, dreijochigen Seitenschiffen gebaut. In die Fassade eingestellt wurde der Glockenturm. Diesen flankieren zweigeschossige Oratorien. Aus Sattel- und Walmdächern setzt sich die geschieferte Dachlandschaft zusammen. Den Schnittpunkt zwischen Hauptschiff und Querhaus markiert ein kleiner Dachreiter. Fließend geht das Hauptschiff in den breiten Chorraum über. Einen freien Blick auf den Altar lässt die große Vierung zu. Das Netzgewölbe stützen Säulen und Spitzbögen, die aus rotem Sandstein hergestellt worden. Die Kirche verfügt über eine Orgelempore. Der Sakramentsaltar aus dem Jahr 1921 ist ein Flügelaltar aus Holz, auf dem das Abendmahl dargestellt wird. Christus am Ölberg ist auf dem linken Flügel dargestellt und auf dem rechten die Emmausszene. Im linken Seitenschiff befindet sich der von 1907 stammende Marienaltar, der eine Mondsichelmadonna, flankiert von der heiligen Elisabeth und der heiligen Agnes, darstellt. Die Geburt Christi ist auf dem linken Flügel dargestellt, Mariä Himmelfahrt auf dem rechten. Szenen aus der Offenbarung des Johannes zeigen die drei Chorfenster von 1969-1972.


Kauzenburg

Die erstmalige Erwähnung der Burg erfolgte 1206 in einer Urkunde. In dieser verbot König Philipp den Bau eines Schlosses. Durch Graf Gottfried III. von Sponheim entstand von 1206 bis 1230 eine erste Burganlage. Zwischen den Sponheimer Grafen und dem Pfalzgrafen Ludwig III. wurde die Burg 1417 geteilt. Unter dem Pfalzgrafen Ludwig IV., Friedrich III. von Veldenz und dem Markgrafen von Baden erfolgte 1437 eine erneute Teilung. Als Erbe des Veldenzer Anteils folgte 1444 Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken. Der Markgraf verlor seinen Anteil zwischen 1450 und 1370 im Pfälzer Krieg. Baden wurde 1503 wieder Mitbesitzer. Der spanische Marquis Spinola eroberte 1620 Kreuznach und die Burg. Bis 1632 festigte er diese. Der schwedische König eroberte während des Dreißigjährigen Krieges 1632 das Schloss. Die kaiserlichen Truppen übernahmen 1634 die Stadt und Burg. Unter General Duc de Longeville eroberten 1639 die Franzosen das Schloss zurück. Unter Gil de Haes übernahmen 1641 die Kaiserlichen die Veste. Die Burg fiel an Baden und die Pfalz nach dem Westfälischen Frieden. Das Schloss wurde dabei erstmals als „Veste Kauzenburg“ bezeichnet. Unter General Bouffleur eroberten 1688 die Franzosen die Burg. Sie sprengten das Gebäude und brannten es nieder. Die Ruine erwarb 1803 Andreas van Recum. Bis 1881 blieb sie im Besitz der Familie. Bevor sie in den Besitz der Familien Puricelli und Gräff überging, gehörte sie Otto von Recum. Der Weinhändler Elmar Pieroth erwarb 1969 die Kauzenburg und das Grundstück. In den Jahren 1970 und 1971 beauftragte er den Architekten Gottfried Böhm mit dem Neubau. Das nach außen noch sichtbare Mauerwerk der Ruine krönte der Architekt mit kubistischen Erkern. Hierbei wurde viel Metall und Glas sowie die Farbe Weinrot verwendet.


Museum Römerhalle

Funde einer aus dem späten 2.Jahrhundert nach Christus stammenden römischen Palastvilla sowie weitere Funde aus der Römerzeit zeigt das Museum Römerhalle. Unter anderem können zwei großflächig erhaltene Mosaikböden bestaunt werden. Nördlich der Alpen gerechnet gehören diese zu den bedeutendsten Funden. Außerdem befanden sich zahlreiche Steindenkmäler im Museum. Die archäologisch nachgewiesenen Reste einer Palastvilla sind der Kern der Ausstellung. Die Größe, Ausstattung und der Bautyp gehen weit über die übliche Form der ländlichen Besiedlung hinaus. Mit der Auffindung des Gladiatorenmosaiks rückte die Anlage erstmals 1893 in das Interesse der Forschung. Quer durch die Anlage wurde in den 1950er Jahren eine Straße gebaut. Nach dem ein weiteres Mosaik, das Oceanus-Mosaik, gefunden wurde, fanden in dem noch nicht überbauten Areal 1975-1980 weitere Grabungen statt. Ein vierflügeliges Gebäude, die römische Peristylvilla, zeigten die Ausgrabungen. Das Gebäude nahm eine Fläche von 70 x 80 Meter ein. In der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Christus wurde es nach dem Abriss eines Vorgängerbaus an einem nach Norden hin abfallenden Hang erbaut. Ein Empfangssaal mit Apsis und Springbrunnen befand sich in südlichen Gebäudetrakt, in dem auch das Oceanus-Mosaik gefunden wurde. Mehr als 50 Räume wurden allein im Erdgeschoss nachgewiesen. Aufgrund seiner Hanglage war das Bauwerk mehrgeschossig. Aufgrund neuzeitlicher Überbauung sind Nebengebäude der Anlage wenig erforscht. Im 3. Jahrhundert zwischen 260 und 275 nach Christus wurde die Villa zerstört. An der Nordseite wurde zu Beginn des 4. Jahrhunderts eine spätantike Festung gebaut. Spätestens mit dem Bau des valentinianischen Kastells wurde diese aufgegeben. Das Museum zeigt ein Modell der Palastvilla im Bauzustand der hohen Kaiserzeit. Auf der Empore können luxuriöse Teile der Einrichtung sowie Glasfenster und Bruchstücke der Wandbemalung besichtigt werden. Die rekonstruierten Fundamente der Palastvilla können außerhalb des Museumsgebäudes bestaunt werden.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bad Kreuznach

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Bad Kreuznach

Höhe:
104 m ü. NN

Fläche:
46,1 km²

Einwohner:
43.485

Autokennzeichen:
KH

Vorwahl:
0671

Gemeinde-
schlüssel:

07 1 33 006

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